Pilgerprojekt in Santiago de Compostela
Deutschsprachige Pilgerseelsorge in Santiago de Compostela

Seit 2009 bieten die Diözese Rottenburg-Stuttgart und das Katholische Auslandssekretariat der Deutschen Bischofskonferenz jedes Jahr in den Monaten Mai bis Oktober Seelsorge in Santiago für Pilger aus dem deutschsprachigen Raum an.
Das Projekt entstand aus der Erkenntnis, dass sich seit Jahren immer mehr Pilger auf den Weg nach Santiago machen, sie aber bei ihrer Ankunft kaum die Möglichkeit haben, über ihre vielfältigen – auch spirituellen Erfahrungen – auf dem Camino, dem Jakobsweg mit jemanden zu sprechen.
Ihnen Hilfe und Unterstützung anzubieten, ist das Ziel des Pilgerprojektes.
Unsere Seelsorgeangebote

Das Pilgertreffen:
Beim Treffen (Dauer etwa 60 bis 90 Minuten) nach der Pilgermesse steht es jedem frei, von seinen Erfahrungen auf dem Weg zum Hl. Jakobus zu berichten. Für viele ist es eine Hilfe, Erlebnisse auf dem Camino mitzuteilen und vielleicht auch die Gründe für ihr Pilgern zu nennen. Auch besteht die Möglichkeit, andere Pilger kennenzulernen, Gespräche zu führen und interessante Informationen zu bekommen.
Der geistliche Rundgang:
Jeden Abend gegen 19:00 Uhr (ab Oktober 18:00 Uhr) wird eine kostenlose, geistliche Erschließung der Kathedrale mit ihren vier Pforten und Plätzen angeboten (Treffpunkt ist wieder das Nordportal). Ziel ist es, die „Sprache“ der Kathedrale kennenzulernen.
Deutschsprachige Hl. Messe am Grab des Apostels:
Jeden Morgen um 7:30 Uhr findet in der kleinen Krypta (max. 10 Personen) unmittelbar am Grab des Apostels eine Hl. Messe in deutscher Sprache statt. Für viele Pilger ist dies ein Höhepunkt des Besuches in Santiago de Compostela.
Sakrament der Buße:
Es besteht das Angebot, die Beichte in deutscher Sprache abzulegen. Dies ist sowohl in der Kathedrale möglich (Anwesenheitszeiten des Priesters sind am Beichtstuhl angegeben) oder man vereinbart einen Termin mit dem Priester am Rande des Pilgertreffens.

Einzelgespräche:
Grundsätzlich stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch zu Einzelgesprächen zur Verfügung. Diese können im Rahmen des Pilgertreffens vereinbart werden.
Hilfen:
Natürlich sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne bereit, mit Hinweisen und Auskünften zu helfen. Konkrete Unterstützung, wie das Buchen von Flügen oder die Vermittlung von Zimmern, können sie aber nicht leisten.
Wer sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort?
Die Pilgerseelsorge erfolgt rein ehrenamtlich. Das Team aus drei Personen (davon ein Priester) nimmt für diese Aufgabe 14 Tage privaten Urlaub. Erstattet werden lediglich die Reisekosten, die Unterkunft sowie ein kleines Tagegeld.
Eine Mitarbeit ist nur möglich, wenn man den Jakobsweg kennt, über praktische Pilgererfahrung verfügt und schon einmal selbst in Santiago de Compostela war. Außerdem wird die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche erwartet. Spanischkenntnisse sind erwünscht und hilfreich, aber keine Bedingung. Alle Mitarbeiter/innen werden zur Vorbereitung an einem Wochenende geschult und nehmen an einem Auswertungstreffen teil.
Wo erhält man weitere Informationen?

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Journal für das Pilgerprojekt in
Santiago de Compostela begonnen!
Seit dem 1. Mai 2012 sind in Santiago de Compostela wieder ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen tätig, um die Pilger und Pilgerinnen zu empfangen und zu begleiten. Wir haben uns entschlossen, in diesem Jahr erstmals in Form eines Journals über die Erlebnisse und Ereignisse zu berichten. Pilger und interessierte Leser können sich so einen aktuellen Eindruck von der Situation in Santiago machen.
Heute liegt der Bericht des ersten Teams, das seinen Dienst nach 14 Tagen beendet hat, vor. Sie können ihn hier nachlesen: (Journaleintrag)
Aus dem Gästebuch
Ein besonderer Dank am Schluss
Die Diözese Rottenburg-Stuttgart und das Katholische Auslandssekretariat der Deutschen Bischofskonferenz danken ausdrücklich dem Erzbischof von Santiago de Compostela, Julían Barrio Barrio, der das Pilgerprojekt in besonderer Weise gefördert und seine Entstehung aktiv unterstützt hat. Ohne diese Unterstützung wäre das Pilgerprojekt nicht realisierbar gewesen.



